Maschinelles Schminken mit Brunner Formen

Das farbige Schminken von Schokoladenartikeln liegt zur Zeit stark im Trend. Doch wie kommt die Farbe auf den Artikel?

Bevor die Schokoladenform zur Hohlkörperproduktion geschleudert oder kalt gestempelt wird, dekoriert man die leere Formhälften mit farbiger Schokolade. Präzise Dosierung, klare Abgrenzungen und die Beachtung von minimalen Strichstärken sind die entscheidenden Faktoren, um eine perfekte farbige Fläche zu erzielen. Das gilt sowohl für Reliefartikel wie Tafeln, Pralinen oder Lollies, als auch für Hohlfiguren. Die Firma Brunner arbeitet bereits in der Konzeptphase eng mit Kunden und Anlagenherstellern zusammen, um einen perfekt aussehenden Artikel zu erhalten.

 

Die Schminkbereiche werden so gestaltet, dass sich die Schokolade optimal verteilen kann und Fehler wie Lufteinschlüsse etc. vermieden werden. Bei der Festlegung von geschminkten Flächen wird darauf geachtet, dass sich diese relativ eben und nicht in unmittelbarer Nähe zur Wandungen der Kavität befinden. Dadurch lässt sich ausschließen, dass die Schokolade aus den definierten Bereichen läuft oder die Schminkdüse mit der Form kollidiert.

 

Die Flächen, die unterschiedliche Farben erhalten sollen, werden schon während der Entwurfsphase mit dem hauseigenen Designer anhand einer farbigen Skizze festgelegt.

 

In vielen Betrieben werden die Produkte noch von Hand geschminkt oder dekoriert. Diese zeitintensiven Arbeiten können komplett mit Dekorationsanlagen automatisiert werden.

 

Die eingefärbte Masse wird mit CAD-Gießmaschinen dosiert. Schminkbereiche können auch mit verschiedenen Farben übereinander gegossen werden. Dabei ist zu beachten, dass die Schminkabgrenzungen auf der Form entsprechend gesetzt werden und die Reihenfolge der Schminkdüsen mit der eingefärbten Schokolade richtig konfiguriert wird. Somit kann z. B. bei einem Auge eines Artikels zuerst die Pupille und nach einer kurzen Kühlphase das Augenweiß darüber gegossen werden.

 

Wenn gemischte Formensätze (verschiedene Artikel in einem Umlauf) auf einer Dosieranlage laufen, werden die einzelnen Formen durch ein Formenidentifikationssystem unterschieden. Die gängigste Methode dafür ist die RFID-Technologie. Jede einzelne Form hat dabei eine eindeutige Identifikationsnummer. Die Dekorationsanlage lädt aufgrund dieser Nummer das für die Form passende Schminkprogramm.

 

Die Innovation, das Schminken mit dem Kaltstempel-Verfahren zu kombinieren, eröffnet eine völlig neue Produktionsweise.

 

Bei diesem Verfahren entstehen exakt definierte Schokoladenschalen, sowohl für Pralinen, Riegel, Tafeln, als auch für Hohlfiguren. Im Vergleich zum Schleudersystem kann bei diesem Verfahren eine gleichmäßigere und dünnere Wandstärke erzielt werden. So können bei Hohlfiguren mit präziser Wandstärke z.B. bei Surprise-Produkten, Kapseln sicher in einen definierten Hohlraum eingelegt werden. Bei Anwendung des Kaltstempel-Verfahrens kann Schokoladenmasse eingespart werden und die Prozesszeiten verkürzen sich. Das Artikelgewicht kann vorab exakt auf das Gramm genau berechnet werden. Dies geschieht bereits bei der Hans Brunner GmbH während der Artikelentwicklung.

 

Bei der Formenproduktion wendet Brunner sowohl das Spritzguss- als auch das Thermopressverfahren an. Beide Methoden haben Vorteile in unterschiedlichen Bereichen und können so individuell für den Kunden eingesetzt werden. Brunner bietet dem Kunden einen einzigartigen Rundumservice, bestehend aus kompetenter Beratung bei Produktentwicklung, der Zusammenarbeit mit Anlagenherstellern, inhouse-Produktion auf höchstem technischem Niveau und kreativen, exakt umgesetzten Formen. So erhält der Kunde eine maßgeschneiderte Lösung.

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